Kosten- und Innovationsdruck krempeln
die chemische Industrie um
Die chemische Industrie kommt nicht zur Ruhe. Der globale Wettbewerb hat an Fahrt aufgenommen, gerade in den asiatischen Ländern entstehen in atemberaubender Geschwindigkeit neue Konkurrenten. Während sich europäische Unternehmen bei Spezialchemikalien behaupten können, herrscht bei Standardprodukten hoher Kosten- und Qualitätsdruck. Auch die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise macht der Branche zu schaffen, denn die chemische Industrie leidet überdurchschnittlich stark unter dem Nachfragerückgang in anderen Bereichen der Wirtschaft. Die Folge: Drosselung der Produktion, Schließung von Werken und nicht zuletzt tiefgreifende, schwer zu kommunizierende Restrukturierungsprogramme.
Die europäischen Chemiefabrikanten haben deutlich stärkere regulatorische Anforderungen zu berücksichtigen als ihre Wettbewerber aus Asien und Nahost. Aus Brüssel und Berlin kommen unentwegt neue Auflagen zu Sicherheit, Gesundheit sowie Umwelt- und Klimaschutz. Allein die Umsetzung der EU-Chemikalien-Richtlinie REACH stellt die Branche vor große Herausforderungen. Aus diesem Grund ist es für die chemische Industrie unerlässlich, ihre Interessen in Brüssel und in Berlin offensiv zu vertreten.
Nicht nur der regulatorische Druck zwingt die Branche dazu, auf nachwachsende Rohstoffe umzusteigen und problematische Stoffe durch umweltfreundliche Produkte zu ersetzen. Die Kosten für Energie und Rohstoffe steigen, denn Erdöl und Erdgas sind zurzeit die wichtigste Ausgangsbasis für den Großteil der Produkte. Die Unternehmen werden ihre Rohstoffbasis in den nächsten Jahren auf eine breitere Basis stellen müssen, und dies wird massive technologische und organisatorische Anpassungen notwendig machen.
Die Branche verfügt über eine relativ gute Kapitalausstattung, die Anzahl der Aktivitäten im Bereich Mergers & Aquisitions ist vergleichsweise hoch. Die Unternehmen erschließen durch expansives Wachstum neue Märkte und kaufen forschungsintensive Unternehmen auf, um ihre Innovationskraft zu stärken. Fusionen und Übernahmen sind kommunikative Herkulesaufgaben, erst recht wenn dabei nationale Grenzen überschritten werden.
Deekeling Arndt Advisors begleitet Unternehmen der chemischen Industrie bei der Kommunikation von Fusionen und Übernahmen, bei der Vermittlung schwieriger Kostensenkungs- und Restrukturierungsvorhaben sowie bei der Interessenvertretung gegenüber der Politik in Brüssel und Berlin.
